Ein Gut für die Ewigkeit

stichtersvoorstelling met kruisigingsschildering boven het fundament van het altaar van de Vicarie Sancti Nicolai, op de oostwand van de zuidelijke zijbeuk, vroeg zestiende eeuw, St. Jacobskerk te Winterswijk.

Gründerdarstellung mit Kreuzigungsgemälde über dem Fundament des Altares der Vikarie Sanctie Nicolai, auf der Ostwand des südlichen Seitenflügels, die St. Jacobskirche in Winterswijk im frühen 16. Jahrhundert.

Zusammenfassung Jubiläumsbuch aus 2001 einer Vikarie aus den Niederlanden:

Die Geschichte ist beispielhaft für die Historie der zahlreichen anderen Vikarienstiftungen.

Diese Veröffentlichung widmet sich einem Thema, welches nur selten große Aufmerksamkeit in der historischen Literatur erhalten hat. Gemeint sind die sogenannten Vikarien, die „frommen Stiftungen“ die während des späten Mittelalters gegründet wurden, mit dem Ziel einem Priester ein ausreichendes Einkommen zu ermöglichen, um zu festen, regelmäßigen Zeiten Messen für das Seelenheil ab zu halten

het lustrumboek, Een goed voor de eeuwigheid, uit 2001Basierend auf einer tiefgreifenden Geschichte de am 27. Oktober 1501 in der Jacobskirche in Winterswijk gegründeten Vikarie Sancti Nicolai wird eine Geschichte erzählt, die in vielerlei Hinsicht exemplarisch ist für die Geschichte zahlreicher anderer Vikarienstiftungen.

Spiegelbild des spätmittelalterlichen Gemeinschaftsdenkens

Die Errichtung vieler Vikarien im fünfzehnten und frühen sechzehnten Jahrhundert war nicht nur ein Manifest der in dieser Zeit virulenten Angst vor dem Fegefeuer. Sie bildete gleichzeitig eine Wiederspiegelung des spätmittelalterlichen Gemeinschaftsdenkens.

In vielen Fällen war es so, dass die Gründung einer Vikarie nicht die Folge von milden Gaben einer einzelnen Person oder Familie, sondern das Resultat gemeinschaftlicher Anstrengungen und ein Spiegelbild des blühenden Pfarrlebens war. So auch in Winterswijk, wo die Gründung der Vikarie Sancti Nicolai in einer Periode stattfand, in der die örtliche Pfarrkirche ansehnlich erweitert und ausgebaut wurde.

Instrument einer reformierten Bildungs- und Kirchenpolitik

Nach der Reformation erhielten die Vikarienstiftungen in unserem Land eine neue Bestimmung Die Regierung stellte sich auf den Standpunkt, dass die Erlöse aus den Stiftungen der reformierten Kirche und dem Staat zugute kommen müssten. Darum versuchte sie die Verwaltung und Dienste der Vikarien unter ihre Aufsicht zu bringen. Im Laufe des siebzehnten Jahrhunderts wurden wiederholt Verkündigungen verbreitet, um die alten Fundamente zu einem Instrument der reformierten Bildungs- und Kirchenpolitik umzustrukturieren.

Kollation bei der Juristenfamilie Van Basten, später Van Basten Batenburg

Diese Regierungspolitik führte jedoch wiederholt zu schwerem Widerstand. Dies war auch bei der Vikarie Sancti Nicolai der Fall. Das Kollationsrecht der Vikarie – das Recht um die jährlichen Einkünfte aus der Stiftung einem Begünstigen zuzuweisen – besaß jahrelang ein Nachkomme aus der katholischen Juristenfamilie Van Basten, später (Van Basten) Batenburg. Die Frage wer Anspruch auf die Einkünfte aus dieser Stiftung aus Winterswijk hatte, sorgte für viele langwierige und heftige Konflikte, während Prozessen und dem Eingreifen der Regierung.

Untergang der alten Vikarienstiftungen

Der eigentliche Untergang der alten Vikarienstiftungen vollzog sich erst nach dem Ende des Ancien Regimes. Viele Vikariengüter wurden verkauft oder verdunkelt. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erkannte die nationale Politik jedoch das Problem, worauf die Vikarien Mittelpunkt einer langwierigen politischen und juristischen Debatte wurden, die unter anderem zur Einführung einer staatlichen Kommission führten. Eine definitive Regelung erfolgte nicht.

Dies hatte zur Folge, dass die meisten alten Stiftungen aufgehoben wurden. Lediglich wenige konnten diesem Schicksal entkommen. Eine davon ist die Vikarie Sancti Nicolai, welcher noch immer als Stipendium dient.

Vikarie Sancti Nicolai ist eine der wenigen überlebenden mittelalterlichen Institutionen in den Niederlanden

Diese deutliche Studie zeigt ein faszinierendes Bild der reichen, jetzt fast fünfhundert Jahre währenden Historie der Vikarien Sancti Nicolai.

Ausführlich berichten die Autoren von den mentalen und familiären Kadern in der die Bildung der Vikarien sich vollzog. Ebenfalls vertiefen sie den Einblick auf das Leben der Priester-Vikare im sechzehnten Jahrhundert, auf die unruhige gewalttätige Periode des achtzigjährigen Krieges, auf die katholische Elite im „Achterhoek“ und auf die vielen oft eskalierenden Familienfeten, die bis in das zwanzigste Jahrhundert über die Zuweisung der Stipendien entstanden.

Zunehmend wird die Geschichte im Zusammenhang mit den Schicksalen der anderen Vikarienstiftungen und im Rahmen der allgemeinen gesellschaftlichen und religiösen Entwicklungen erzählt.

Een goed voor de eeuwigheid, de Gelderse Vicarie Sancti Nicolai 1501-2001. Gietman en Verschoor

Das Buch ist daher auch für jeden interessant, der sowohl Interesse an der Rechts- Kirchen- und Bildungsgeschichte als auch an der Geschichte von Gelre und Gelderland hat.

Die Autoren

Drs. Conrad Gietman (1966) arbeitet als Redakteur bei der Zentralstelle für Genealogie in Den Haag. Drs. Arjan Verschoor † (1962) ist Geschichtslehrer am St.-Oelbertgymnasium in Oosterhout. Beide studierten Geschichte in Utrecht.

Redaktionskommission

Die Autoren wurden aus der Stiftung durch eine Redaktionskommission begleitet, die aus Didy van Basten Batenburg – de Jong van den Brand und mr R.G.C.M.M. van Basten Batenburg bestand.

Buchdetails

ISBN 90-75879-148 Verlag Van Gruting in Westervoort,www.vangruting.demon.nl

Was finden Sie in diesem Teil der Geschichte noch mehr?

Was war der Ursprung des Gutshofes De Batenborgh, aus welchen Gütern bestand es? Wie hat die Übergabe stattgefunden, als es noch kein Katasterregister gab? Wo lagen die Güter? Sind später noch Güter hinzugekommen? Welche Häuser gehörten früher zur Vikarie? Weitere Informationen finden Sie auch über der Hauskapelle.

Eine Liste der Studenten und Kollatoren ab 1501 und ihre Hauptaktivitäten. Weitere Informationen über die Kollatoren und die Begünstigten der Vikarie (früher Vikare) finden Sie in eine Genealogie Van Basten en Batenburg). Und zum Schluss eine Übersicht einiger Publikationen.